Tag 25 – Puerto Princesa Citytour

Puerto Princesa, Palawan, Phillipines – 08.10.2013

Heute steht die Citytour auf dem Programm. Puerto Princesa hat nämlich einiges zu bieten: Museen, Parks, Kirchen, eine Krokodilfarm, den Butterfly Garden, Mitra´s Ranch, etc. pp.

Wir entschieden uns, die Tour nicht über einen Travelanbieter zu buchen, sondern dealten „unter der Hand“ mit dem gestrigen Tricyclefahrer.  Vorteile:  Kostenersparnis (statt 800peso zahlen wir 500peso), wir fahren in einem Tricycle statt in einem klimatisierten Van und wir sind auch kein Teil einer Ausflugsgruppe. Nachteil: Der Fahrer hat vermutlich weniger Hintergrundinformationen als ein ausgebildeter Tourguide. Was soll’s, genug Infos werden wir sicher vor Ort vorfinden und ich bin gerne nah an den einfachen Leuten dran, da man so mehr Einblick in das Leben der Einheimischen bekommt.Nach dem Frühstück begaben wir uns zu unserem Fahrer, der vor dem Hotel wartete. Rapi war sein Name. Ich nannte ihn ein paar Spots, die wir gerne sehen würden und dann ging es los. Bei den ausgewählten Punkten richtete mich ein wenig nach den Standardtouren.

Stop1: Binuatan Weaving Creations

Als erstes steuerte Rapi die Binuatan Weaving Creations an, eine traditionelle Weberei, wahrscheinlich die letzte in Puerto Princesa. Der Blick in die Produktionsstätte kostete keinen Eintritt, es wurde jedoch erwähnt, dass sie sich freuen würden, wenn wir im Shop eine Kleinigkeit kaufen würde. Ein nette Arbeiterin führte uns herum, erklärte uns einige Produktionsprozesse und ließ uns auch selber auf dem Webstuhl ein paar Minuten arbeiten. Im Shop nebenan kauften wir ein paar kleine Souvenirs zum Verschenken, Tischmatten, Slippers, ein kleines Notizbüchlein, etc.

Stop2: Butterfly EcoGarden & Tribal Village 

Weiter ging es zum ökologischen Butterfly Garden. Der Eintritt kostete 30 Peso pro Person, also umgerechnet 60-70Cent. In dieser schön gestallten Umgebung bekommt man allerdings nicht nur Schmetterlinge zu Gesicht, sondern auch einige andere Tiere, die hier in Palawan zu Hause sind. Sehr erstaunt war ich über die beiden Marderbären, die sich Binturongs nennen. So ein Tier hab ich bisher noch nicht gesehen. Sie machten auch einen chilligen Eindruck. Dann gab es noch ein paar kleine Krokodile und mehrere Insektenarten und Skorpione.

Direkt nebenan befand sich das Tribal Village. Ein kleines Minidorf, wo man einen Einblick in die Lebensart der Ureingeboren, nämlich den Bataks, bekommt. Zur Schau stehen tatsächlich fünf Eingeborene, die uns ihr Musikinstrumente und Werkzeuge präsentierten. Wir fanden es zwar etwas befremdlich, dass quasi echte Menschen hier wie Tiere im Zoo ausgestellt werden, aber das tun sie natürlich freiwillig. Die Bewohner bleiben dann für 2 Wochen am Stück hier im Tribal Village und dann werden sie abgelöst. Finanziert wird das Ganze durch Besucherspenden oder durch die Erlöse aus Souvenirverkäufen, erzählte uns die Führerin. Später kam sie auch noch mit zwei Schlangen an. Ich habe tatsächlich meine Phobie überwunden und nicht nur das erste Mal eine Schlange berührt, sondern sie mir auch um den Hals legen lassen. So richtig behaglich war mir nicht dabei, aber ich war trotzdem stolz auf mich. Die Einheimischen tauten nach einigen Minuten richtig auch. Wir fühlten uns ganz wohl bei ihnen und blieben auch fast eine halbe Stunde da. Wir spendeten einige Peso und bekamen als Dank ein Glück bringenden Stein geschenkt.

Stop3: Mitras Ranch
Auf einem Hügel etwas außerhalb von Puerto Princesa liegt die Mitlas Ranch. Von dort aus hat meinen einen wunderbaren Ausblick bis zur Honda Bay. Auf der Ranch selber gab es nichts zu sehen. Man kann hier sicher eine Picknickpause einlegen. Außerdem gab es einen Kinderspielplatz und vor allem eine Zipline-Anlage, die über 4 Stationen geht. Aus mir im Nachhinein nicht nachvollziehbaren Gründen, hatte ich aber keine Lust drauf. Vermutlich weil wir schon zwei Ziplines-Rides hinter uns hatten.  Ein bisschen bereue ich es.

Stop4 : Bakers Hill
Nicht weit entfernt von Mitra´s Ranch befand sich Bakers Hill. Es handelt sich ursprünglich um eine Produktionsstätte für allerlei Backerzeugnisse. Aber nach und nach wurde wohl eine Themen- bzw. Freizeitpark drum herum gebaut, mit Disneyfiguren, Spielplätzen und einem schönen Botanischen Garten.  Vorallem mit Kindern ist das sicher ein netter Ausflugs-Spot.

Stop 5. Palawan Museum

Das Palawan Museum befand sich im Herzen Puerto Princesas und sollte unsere letzte Station sein. Im zweistöckigen  Museum wurde die Geschichte Palawans schön dargestellt. Es gab Werkzeuge, Waffen und Accesoires der verschiedenen Ur-Stämme zu bewundern und erhielt einen netten Einblick in die Kultur und den Lifestyle der Einheimischen. Der Eintritt kostet umgerechnet grad mal 85 Cent.

Dunkin´ Donuts
Nicht weit davon entfernt befindet sich noch die Immaculate Conception Cathedral, die wir hätten besuchen können, aber so wichtig war uns das nicht. Wir bedankten und verabschiedeten uns von Rapi, gaben ihm die Kohlen und gingen zum Dunkin‘ Donut um die Ecke.

NCC Mall (und ein paar Wörter über Weihnachten)
Unser eigentliches Ziel war aber gar nicht die Donutladen, sondern die NCCC Shopping-Mall. Die Maus liebt Shopping Malls, aber auch ich hatte noch einen Auftrag zu erledigen : Meinem Bruder eine philippinische Flagge für seinen deutschen Schrebergarten mitzubringen. Ich wurd sogar fündig. Der Begriff Shopping Mall ist eigentlich auch nicht ganz richtig, das NCCC ist ein großer Einkaufsladen über 5 Stockwerke, wo es einfach alles zu kaufen gibt. Berieselt wurden wir mit Weihnachtsmusik, es ist ja schließlich Oktober. Es war auch nicht das erste Mal, dass wir mit Weihnachtsmusik konfrontiert wurden. Uns wurde vor ein paar Tagen erklärt, dass es Gang und Gebe ist, sich in den „-Ber“-Monaten (also SeptemBER, OktoBER, NovemBER % DezemBER) auf Weihnachten einzustimmen 🙂  Vorfreude ist bekanntlich auch die schönste Freude.




Chowking & Halo-Halo
Eigentlich wollte ich in diesem Urlaub weitestgehend auf Fastfoodketten und europäisches/ amerikanisches Essen verzichten, aber man kann auch keinen Philippinen-Urlaub machen, ohne einmal bei Chowking eingekehrt zu sein. Chowking ist eine philippinsiche Fastfoodkette, die sogar fast präsenter ist als McDonalds. Angeboten werden sowohl westliche, als auch asiatische Gerichte. Was ich auch unbedingt abchecken musste, war Halo Halo, die nationale Nachspeise schlechthin. Die Basis dieses Gerichts ist gecrushtes Eiswürfel, Kondesmilch und Zucker, so zumindest hat meine Mutter das früher zubereitet. Aber hier auf den Philippinen hauen sie da alles mögliche mit rein: Mais, Gelantinenwürfel, Mungbohnen, Kichererbsen, Speiseeis und, und, und. Das hat mich immer ein wenig abgeschreckt, aber wer nicht probiert, der nicht studiert. Am Ende war es auch nicht so schlecht, aber es ist mir einfach zu Durcheinander (Halo Halo heißt übersetzt übrigens auch Mischmasch)

Frisch vom Berber, die Fresse sie glänzt.“
Wir fuhren kurz ins Hotel, unsere Einkäufe nach Hause bringen. Die Maus wollte sich an den Pool chillen, ich hatte aber vorher noch was zu erledigen und zwar einen Friseurbesuch. Ich fuhr mit einem Kumpel von Rapi (Blue Lagoon Tricycle Gang) zu einem Friseur, welcher sich am Puerto Princesa North Road befand und lies mir für 2-3 Euro die Haare und den Bart schneiden. Was den Bart anging, ließ ich mir spaßeshalber einen Lloyd Banks Bart stutzen, inspierirt durch eines der unzähligen Hiphop-Poster, die dort an der Wand hingen.

Cool am Pool
Am Hotel angekommen, gab es erstmal wieder großzügiges Trinkgeld für den Tricyclefahrer. Zum Ende der Reise wurden wir spendabler, war aber nicht unbedingt von Vorteil ist (ich geh da später noch mal drauf ein).  Zu Beginn der Reise erfragten wir immer den ungefähren Preis vor der Fahrt und handelten runter (Die Jungs setzen bei Touris immer höher, ist also legitim). Nach und nach wurden wir verlässlicher und stiegen einfach ins Tricycle ein und ließen uns am Ende vom Preis. überraschen. Meisten kam der Satz: Give me so much you think (oder so ähnlich). Und irgendwie hatte ich dabei das Gefühl, ich dürfte das nicht ausnutzen und war deshalb spendabler.
Wie auch immer. Als ich zurück ins Hotel kam, wurde ich wegen meines neuen Looks ein bisschen ausgelacht von der Maus :D. Ich fand mich trotzdem ziemlich cool!  Erstaunlich ist, wie sehr so ein Bart auch das Wesen verändern kann.  Ich hab mich noch nie so cool gefühlt im Pool.

Baywalk
Zum Sonnenuntergang ging es zum Baywalk mit dem Tricycle. Die Crew die vor dem Hotel wartete, wurde von mal zu mal freundlicher. Anscheinend hat sich unser spendables Verhalten schon rumgesprochen. Diesmal fuhren wir mit dem dritten der vier Kollegen. Wieder ohne vorher den Preis auszumachen. Als wir an der Bay ankamen, konnte ich endlich mein Joke, der mir schon vorher im Kopf schwebte, in umsetzen. Er sagte, wie erwartend, „pay as much as u want!“ Ich sagte ok und legte im 2 Peso hin (1 Cent ungefähr). Wir schauten uns an und fingen beide an laut zu lachen 🙂 Er bekam natürlich den normalen (spendablen) Satz von uns.
Am Baywalk kann man schön am Wasser entlangflanieren kann und sich an diversen Fressbuden durchsnacken. Es war auch gut was los. Der Baywalk ist allerdings schon etwas abgerockt/ in die Jahre gekommen. Also erwartet nicht zu viel.Leider machten sich bei mir von einem Moment auf den anderen übelste Magenschmerzen bemerkbar, so dass ich den Abend nur halbwegs genießen konnte. Daher hatte ich auch keinen Appetit auf das ganze Essen, was da angeboten wurde.  Ich riss mich aber zusammen, in der Hoffnung, dass der Worst-Case nicht eintreffen wird…ihr wisst schon. Wir liehen uns ein Paddycab (Fahrrad mit Beiwagen) für eine halbe Stunden und radelten lustig die Bay hoch und runter. Zwischendurch schauten wir bei einem offiziellen Basketballspiel zweier Jugendmannschaften zu. Basketball ist ja, trotz der kleinen Durchschnittsgröße eines Pinoys, ein Nationalsport.  Die Stimmung war daher auch gut.

Leider machte sich bei mir in der Magen-Darm Gegend doch etwas mehr Ärger bemerkbar, so dass wir schnell abhauen mussten, Richtung Hotel. Wir hatten eigentlich vor noch gut essen zu gehen und vielleicht noch in einer Bar an unserem letzten Abend auf Palawan  einzukehren….aber erstmal ins Hotel.

 

Magenkrämpfe im Hotel
Tja, leider ging bei mir gar nichts mehr außer Durchfall und Magenkrämpfe. Der letzte Abend fällt somit flach. Und das nachdem ich 24 Tage bisher unversehrt überstanden habe. War es das Eis im Halo Halo? Möglich. War es das Wasser im Badjao Seafront Restaurant? Eher unwahrscheinlich, aber wer weiß. Ist jetzt auch egal. Die Maus chillte sich vor unsere Tür und wenig später gesellte sich ein netter junge Hotelangestellte, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß, zu ihr. Die beiden unterhielten sich ziemlich lange über alle möglichen Themen. Wenigsten hat ich was Interessantes zum Zuhören. U.a. wurde die Tricycle-Problematik besprochen, dass die Touristen die Preise für die Einheimischen kaputt machen. Die Tricyclefahrer nehmen nämlich gar nicht gerne Einheimische mit, wenn solch eierlegende Wollmilchsäue, wie wir, unterwegs sind, die zu den überteuerten Festpreisen noch gerne großzügiges Trinkgeld springen lassen. Tja wir dachten nur, „ach die Armen, die verdienen doch nicht viel!“ Aber mit diesem Wissen kann man die Sache auch mit gutem Gewissen anders angehen. Irgendwann schlief ich einfach ein und wurde von den Schmerzen erlöst. Morgen gehts dann zurück nach Manila. LEIDER!

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Tag 24 – Arrecife Island, das volle Programm und back to Puerto Princesa

An unserem Abreisetag hat es das Wetter wirklich gut mit uns gemeint. Nach zwei verregneten Tage, konnten wir tatsächlich doch das komplette Freizeitprogramm vom Dos Palmas Resort mitnehmen, bevor es späten Nachmittag zurück nach Puerto Princesa ging.

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Tag 23 – Arrecife Island, 2ter Regentag im Dos Palmas Resort

Am Tag 23 war der eigentliche Plan in der Sonne zu brutzeln. Leider spielte das Wetter nicht mit und so vegetierten wir auf Arrecife Island  im luxuriösen Dos Palmas Resort vor uns hin und wussten nicht so recht, wie wir die Zeit totschlagen können.

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Tag 22 – Arrecife Island, Bastelstunde an einem verregneten Tag

Der 22sten Tag unseres Philippinentrips machte uns deutlich, was es heißen kann, wenn man während der Regenzeit verreist. Aber dank superfreundlichem Hotelpersonal haben wir den Tag gut über die Runden bekommen.

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Tag 21 – Abhängen im Dos Palmas Resort, Arrecife Island

Der 21ste Tag unseres Trips stand im Zeichen der totalen Planlosigkeit, aber nicht im Sinne von Verpeiltsein, sondern im Sinne von, dass wir überhaupt nichts geplant haben. Wir erkundeten die Insel, ließen es uns im Spa & Wellnessbereich gut gehen, schnorchelten im Wasser umher und hatten Spaß mit der Karaoke-Maschine aus. Tag 21 – Abhängen im Dos Palmas Resort, Arrecife Island weiterlesen

Tag 20 – von El Nido nach Arrecife Island (Honda Bay)

Heute hieß es Abschied von El Nido nehmen,  300 km im Van Richtung Süden fahren, darüber staunen, wie viele Pinoys in einen Van passen, an der Honda Bay Werft die Zeit totschlagen, in unserem fast letzten Domizil unserer Palawan Rundreise einchecken und  Welthits von Freddie Aguilar vorgesungen bekommen. Tag 20 – von El Nido nach Arrecife Island (Honda Bay) weiterlesen

Tag 19 – El Nido, Island Hopping Tour B

Am Tag 19 unserer Philippinenreise war eine weitere Island Hopping Tour angesetzt. Wir shipperten mit dem Boot durch das wunderschöne Inselreich des Bacuit Archipels, schnorchelten durch die Gegend, verspeisten  frisch gegrillten Fisch und  hatten einfach einen gute Zeit.

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Tag 18 – El Nido & Pasadeña Nagkalit-Kalit Waterfalls

im sonnigen El Nido ließen wir am Vormittag unsere Seele baumeln,  fuhren Nachmittags mit einem geliehenen Motorrad Richtung Norden zum Pasadeña Nagkalit-Kalit Wasserfalls, wo wir uns vor Ort einen einheimischen Guide organisierten, der die Wanderung zum Wasserfall zu was Besonderem machte. Außerdem erlebten wir den ersten richtig schönen Sonnenuntergang. Tag 18 – El Nido & Pasadeña Nagkalit-Kalit Waterfalls weiterlesen

Tag 17 – El Nido & Kajakausflug

Tag 3 im wunderschönen El Nido war stand im Zeichen entspannten Flanierens, altertümlichen Postkartenschreibens, philippinischer Zahnmedizin und anstrengenden Kajakings mit anschließender Rückenmassage. Zusätzlich erfuhren wir, warum es besser ist, die Postkarten direkt im Postamt abzugeben und philosophierten über den tieferen Sinn von  Penissouvenirverkäufen.

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Tag 16 – El Nido, Island Hopping Tour A

Island Hopping Tour A

Am Tag 16 stand Inselhüpfen auf dem Plan. 4 Stationen bzw. Inseln im Bacuit Archipel im Norden Palawans sollen angesteuert werden. Obwohl es der Wettergott nicht sonderlich gut mit uns meinte, haben wir ohne Ende geschnorchelt, Lagunen und Höhlen erforscht und an Stränden gegrillt und Beachvolleyball gespielt.

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